Kinder-, Jugend-, Familienfreundlichkeit

Workshop Kinderbetreuung

Das Netzwerk ist angetreten, um praktische Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Im ersten Netzwerktreffen am 12. Juni 2012 wurde unter Anderem die Kinderbetreuung als zentrales Bedarfsthema festgestellt. Unternehmer und Institutionen möchten berufstätige Eltern mit flexiblen Angeboten zur Kinderbetreuung unterstützen und ihnen den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern.

Ein Anfang wurde mit dem Workshop „Kinderbetreuung“ am 26.11.2012 gemacht.

Möglichkeiten und Grenzen betriebsnaher Kinderbetreuung

Über Möglichkeiten und Grenzen der betrieblichen Kinderbetreuung berichtet Herr Bierdel, Leiter der Abteilung Jugend und Familie des Kreises Euskirchen (Präsentation steht zum Download zur Verfügung). Er vermittelt grundlegende Informationen zu Kindertagesstätten und Tagespflege und erläutert, wie Kinderbetreuung im Kreis Euskirchen organisiert ist. Er zeigt auf, welche Möglichkeiten Arbeitgeber haben Kinderbetreuung zu unterstützen und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Betreuungsarten mit sich bringen.

In der sich anschließenden Diskussion mit den rund 30 Teilnehmern konnte Herr Bierdel deutlich machen, dass der Kreis Euskirchen in der Regelbetreuung von Kindern überdurchschnittlich gut aufgestellt ist. In Kombination zu den Kindertageseinrichtungen sind 80 Tagesmütter im Einsatz, die insgesamt 260 Betreuungsplätze schaffen. Die Hälfte davon wird für die Randzeitenbetreuung in Anspruch genommen und die andere Hälfte für die U-3 Betreuung. Das Ergänzungsangebot wird durch den Kinderschutzbund organisiert.

Bedarfe, die über das Angebot in den Kindertageseinrichtungen hinausgehen, können über die jeweilige KiTa dem Jugendamt gemeldet werden. Dadurch können bedarfsgerechte Angebote geschaffen werden.

Ideensammlung

Ein eigener Betriebskindergarten kann für ein großes Unternehmen die beste Lösung sein, um seinen Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Für einen kleinen Betrieb ist dagegen möglicherweise die Anstellung einer Tagespflegeperson oder der Erwerb von Belegplätzen sinnvoller.

Für welchen Betrieb, welche Lösung die passende ist, ist meist eine individuelle Frage und hängt davon ab, welcher konkrete Betreuungsbedarf besteht und wie groß das unternehmerische Engagement sein soll.

Die Mehrheit der Teilnehmer/innen spricht sich dafür aus, eine solch individuelle Bedarfsanalyse zunächst im eigenen Betrieb durchzuführen, um mit dem Ergebnis passgenauen Lösungen entwickeln zu können. Die Unternehmen können hierfür Daten der Personalverwaltung auswerten und/oder die Beschäftigten anonym nach Ihrem Betreuungsbedarf befragen.

Zentrale Themen sind, wie auch schon im ersten Netzwerktreffen, an diesem Nachmittag die Betreuung in den Randzeiten, die Notfallbetreuung oder punktuelle Betreuung, beispielsweise in den Schulferien.  Für Anregungen wurden Best Practice Beispiele aufgearbeitet, die nachstehend zum Download zur Verfügung stehen.

Downloads:

Vortrag Erdmann Bierdel, Betriebsnahe Kindertagesbetreuung
Best Practice Beispiele

Arbeitsmaterialien für eine individuelle Bedarfsanalyse stehen im geschützen Mitgliederbereich zum Download zur Verfügung!

Autorin
Dipl.-Geografin - Projektmanagement
E-Mail: sarah.komp@kreis-euskirchen.de
Telefon: 02251 15 904
Telefax: 02251 15 489
Kommentarbereich einblenden Kommentarbereich ausblenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Ähnliche Artikel

ähnliche Artikel