Integration

Reise durch die Welt

Das Projekt zielt darauf ab vorhandene Vorurteile abzubauen und den reisenden Kindern auf eine entspannte und fröhliche Art den Blick in eine andere Kultur zu ermöglichen. Mithilfe eines Blickes in den Alltag der Nachbarn mit (anderem) Migrationshintergrund lernen die Kinder Unterschiede zu ihrer eigenen kulturellen Herkunft kennen, verlieren aber auch gleichzeitig die Scheu vor dem „Unbekannten“ und sehen, wo es Parallelen gibt. Die Wahrnehmung der Existenz und der Einblick in eine andere Kultur soll den Kindern helfen – auch in späteren Jahren, sich mit kulturellen Unterschieden auseinanderzusetzen, mit ihnen adäquat umgehen zu lernen und diese als selbstverständlich anzusehen. Kinder mit und ohne Migrationshintergrund besuchen SchülerInnen mit Migrationshintergrund jeweils zu Hause und nehmen dort in der Familie ein landestypisches Mittagessen ein, spielen, sehen Fotos an, lernen ein Lied oder erfahren auf andere vielfältige Weise etwas über das „Gastgeberland“. Erwartet wird, dass sich das Projekt neben dem Abbau von Vorurteilen auch unmittelbar positiv auf den Umgang miteinander auswirkt, denn wen ich besucht habe und dessen Gast ich war, dem begegne ich mit Respekt und Toleranz. Den Gasteltern wiederum bietet der Nachmittag die Möglichkeit, den Kindern und deren Begleiter ihr Heimatland auf ganz individuelle Weise näher zu bringen. Und ihnen selbst wird ein Stück „Aufgenommen zu sein“ vermittelt, indem sie durch ihre Teilnahme an der Weltreise durch und mit ihrer anderen Kultur integriert sind.

Im Rahmen von Projektwochen erfolgten diverse Aktionen (Vorlesen in Muttersprache, gemeinsame Zubereitung landestypischer Speisen, Vorstellung der einzelnen Länder etc.) durch die Kinder und Eltern. Den Abschluss der jeweiligen Projektwochen bildete ein Abschlussfest, in dessen Rahmen gemeinsame Aktionen (Kochen, Länderrätsel, Vorlesungen, landestypische Tänze etc).

In den Kita wurde das Projekt von allen Beteiligten (Kindern, Eltern und Erzieherinnen) positiv aufgenommen. Es konnte eine rege Beteiligung verzeichnet werden. Auch die Eltern mit Migrationshintergrund waren engagiert und brachten sich nachhaltig in das Projekt ein. Alle Beteiligten profitierten dabei von den Fähigkeiten und Erfahrungen der Anderen. Dies führte zu einer spürbaren Zunahme von gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung.

Autorin
Dipl.-Geografin - Projektmanagement
E-Mail: sarah.komp@kreis-euskirchen.de
Telefon: 02251 15 904
Telefax: 02251 15 489
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